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MUSIK MARKETING BLOG: Der Unterschied zwischen Marke und Produkt #9

Der Unterschied zwischen Musiker und Song und was das mit Marketing zu tun hat? Willkommen zu meinem Musik Marketing Blog Nummer #9.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass MusikerInnen ihre Kunstwelt komplett zusammenmischen und irgendwie nicht differenzieren zwischen ihrer Rolle als MusikerIn und ihren Songs. Sie packen alles in einen Kosmos, in dem alles verschwimmt. Um aber positive Fortschritte in der Selbstvermarktung zu erzielen, muss man als KünstlerIn beginnen, zu differenzieren zwischen Marke und Produkt.

Warum solche BWL Begriffe hier plötzlich aufpoppen, kann ich natürlich erklären. Meine Rolle als Musiker/in und meine Songs sind nicht dasselbe. Eine Coca-Cola Dose ist nicht die Marke Coca-Cola, sondern ein Produkt von der Marke. Das eine ist praktisch die Marke (Absender) und das andere das Produkt, das beim Konsumenten/in ankommt.

So nun ist es so, dass wir Menschen einigen Produkten vertrauen, noch BEVOR WIR SIE KENNEN, weil wir die Marke (der Absender des Produktes) vertrauen bzw. mit ihr sympathisieren oder uns damit identifizieren. Die Marke hat also etwas, das ich mag und warum ich ihren Produkte vertraue. Das heißt, dass eine starke Marke direkt mehrere Produkte positiv aufladen kann. Die Marke ist sozusagen die „Mutter“ von allen ihren Produkten. Sie überträgt ihre DNA auf die Produkte und darum mögen wir oft die Produkte von Marken, dir wir gut finden.

Das bedeutet, dass sich große Unternehmen extrem viele Gedanken machen müssen über ihre Markenführung. Eine nicht beliebte Marke wirkt sich nämlich negativ auf deren Produkte aus und eine beliebte Marke positiv im Umkehrschluss. Darum müssen wir Menschen aus dem Marketing ein Markenkonzept entwerfen, das von der Zielgruppe gemocht wird.

Was hat das mit der Musik zu tun? Also die meisten MusikerInnen machen sich darüber keine Gedanken und produzieren einfach Songs. Wenn wir das Coca-Cola Beispiel aber auf die Musik übertragen, ist der Künstler/in die Marke und alles was auf dem Markt kommt ein Produkt (Songs, Merch, Boxen, usw.). Ein Musiker/in, der möchte, dass sein Produkt an Beliebtheit gewinnt, sollte sich also auch über seine Markenführung Gedanken machen. Im Musik Business nennt man das dann nicht „Markenkonzept“, sondern einfach „Künstlerkonzept“. Wie so ein Künstlerkonzept aussieht und wie man es definiert, erzähle ich im nächsten Blog.

Foto: photo.g.raphi

 

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